2021年6月19日土曜日

143/0167] zwischen Haupt und Gliedern des Staatskörpers, der Belebtheit…

143/0167] zwischen Haupt und Gliedern des Staatskörpers, der Belebtheit der Staatsexistenz als solcher, daſs nicht mehr in dem substanziellen Besitze, sondern in der Fruchtbarkeit des Geldes für das Gedeihen der Industrie etc. der Endzweck seines Erwerbes gesucht wurde. Als dann die liberalen Tendenzen das staatliche Leben zu immer freierem Fluſs, immer ungehemmterer Geschmeidigkeit, immer labilerem Gleichgewicht der Elemente führten, war die materielle Grundlage für die Theorie Adam Smiths gegeben: daſs Gold und Silber bloſse Werkzeuge sind, nicht anders als Kochgeräte, und daſs ihr Import an und für sich so wenig den Wohlstand der Länder steigere, wie man durch die Vermehrung der Kochgeräte schon mehr zu essen habe. Haben sich schlieſslich die alten substanziellen Ordnungen soweit aufgelöst, um anarchistische Ideale zu ermöglichen, so wird in ihnen begreiflicherweise auch diese Richtung der Geldtheorie ihr Extrem erreichen. Proudhon, der alle festen Staatsgebilde beseitigen und die freie unmittelbare Wechselwirkung der Individuen als die einzig richtige Form des sozialen Lebens anerkennen will, bekämpft den Gebrauch des Geldes überhaupt; denn in ihm sieht er ein genaues Analogon jener Herrschaftsgebilde, die aus den Individuen ihre lebendige Wechselwirkung heraussaugen und in sich kristallisieren. Es müsse daher die Tauschbarkeit der Werte ohne Dazwischenkunft des Geldes begründet werden, ebenso wie die Regierung der Gesellschaft durch alle Bürger ohne Dazwischenkunft des Königs; und wie man jedem Bürger das Stimmrecht gegeben habe, so müsse jede Ware an und für sich und ohne Vermittlung des Geldes zum Wertrepräsentanten werden. — Mit der Ansicht Adam Smiths ist die Richtung auf die hier vertretene Geldtheorie eingeschlagen, die man im Gegensatz zu den materialistischen, als spiritualistische (vielleicht als erkenntnistheoretische) bezeichnen kann.





[148/0172] fügung stellt. Der Drehpunkt der Wechselwirkung jener beiden rückt damit weiter fort, er entfernt sich aus der unmittelbaren Verbindungslinie zwischen ihnen und verlegt sich in das Verhältnis, das jeder von ihnen als Geldinteressent zu dem Wirtschaftskreise hat, der das Geld acceptiert und dies durch die Prägung seitens seiner höchsten Vertretung dokumentiert. Hierauf beruht der Kern von Wahrheit in der Theorie, daſs alles Geld nur eine Anweisung auf die Gesellschaft ist; es erscheint gleichsam als ein Wechsel, in dem der Name des Bezogenen nicht ausgefüllt ist, oder auch: in dem die Prägung die Stelle des Acceptes vertritt. Wenn man gegen die Lehre, die auch im Metallgelde einen Kredit finden will, eingewendet hat, daſs der Kredit doch eine Verbindlichkeit begründe, die Metallgeldzahlung aber jede Verbindlichkeit löse, so ist übersehen, daſs, was für den Einzelnen Lösung ist, für die Gesamtheit Bindung sein kann. Die Solvierung jeder privaten Verbindlichkeit durch Geld bedeutet eben, daſs jetzt die Gesamtheit diese Verpflichtung gegen den Berechtigten übernimmt. Die Verbindlichkeit aus einer naturalen Leistung ist doch nur auf zweierlei Weise aus der Welt zu schaffen: entweder durch direkte Gegen

leistung oder durch Anweisung auf eine solche. Letztere hat der Geldbesitzer in der Hand, und indem er sie an denjenigen, der vorgeleistet hat, übergiebt, weist er ihn an einen vorläufig anonymen Produzenten, der auf Grund seiner Zugehörigkeit zu dem betreffenden Wirtschaftskreise jene erforderte Leistung gegen eben dieses Geld auf sich nimmt. Der Unterschied zwischen dem gedeckten und dem ungedeckten Papiergeld, den man in Beziehung zu dem Kreditcharakter des Geldes gesetzt hat, ist dabei ganz irrelevant. Man hat gemeint, nur uneinlösbares Papier sei wirklich Geld (papier-monnaie), wogegen einlösbares nur eine Anweisung auf Geld sei (monnaie de papier); dagegen ist nun wieder geltend gemacht, daſs dieser Unterschied keine Bedeutung für den Verkehr zwischen Käufer und Verkäufer habe, denn in diesem funktioniere auch das gedeckte Papier nicht als Zahlungsversprechen, sondern als definitive Zahlung, im Unterschiede etwa gegen den Check, der auch zwischen Käufer und Verkäufer nur ein Versprechen sei. Diese ganze Fragestellung dringt nicht zu dem soziologischen Sachverhalt hinunter; für diesen ist kein Zweifel, daſs auch das Metallgeld ein Versprechen ist und daſs es sich insofern von dem Check nur durch die Gröſse des Kreises unterscheidet, der dessen Einlösung verbürgt. Das gemeinsame Verhältnis von Käufer und Verkäufer zu einem sozialen Kreise — der Anspruch jenes an eine in diesem Kreise zu prästierende Leistung und das Vertrauen des anderen, daſs dieser Anspruch honoriert werden wird — ist die soziologische [149/0173]




。[147/0171]他の人のために自分を飾ります。ジュエリーは社会的なニーズであり、貴金属の光沢が特に目を引くものになっています。そのため、特定の種類のジュエリーは特定の社会的地位のために予約されています。したがって、中世のフランスでは、特定のランク以下の人は金の宝石を身につけることが禁じられていました。ジュエリーは、着用者以外の人に興奮する心理的プロセスにおいてその完全な意味を持っているため、貴金属は、いわば求心的な交換手段とはまったく異なります。最も純粋な社会学的発生として、つまり最も完全な相互作用としての交換は、ジュエリーの実体に対応するキャリアを見つけます。これは、所有者にとって間接的に、つまり他の人々との関係としてのみ重要です。特定の構造における交換アクションのこの実施形態が、すべてのオブジェクトが

オブジェクトの後ろに立っている人々の話す行動?-ディーラーに対する一般的な行動は、それが金銭取引の原因と結果である限り、これに対するたとえ話としてのみ役立つ可能性があります。今、私には明らかなように思われます。物とお金の間のその関係の基礎と社会学的担い手は、お金を使うか保証する中央同盟国に対する経済的個人の関係です。すべての個々の製品の絶対的な仲介者として立つというサービスは、より自然な種類のお金は言うまでもなく、貨幣がそれを金属量子としての単なる性質を超えて持ち上げたときにのみお金によって実行されます。個々の実際の交換からの交換プロセスの抽象化と、客観的な特別な構造におけるそれらの具体化は、発生する可能性があります。交換が、個人の行動と反作用によって完全に決定される、2人の個人間の私的なプロセス以外のものになったとき。彼は、一方の当事者によって与えられた交換価値が他方の当事者にとってのその意味を直接含まないという点で、これとさらに別のものになりますが、他の決定的な価値への単なる指示として-経済界の全体によって実現される指示またはその代表に依存するよりも政府によって。同種交換を金銭の購入に置き換えることにより、2つの当事者間で3番目のインスタンスが発生します。それは、対応する実際の金銭的価値を提供する社会的実体です。これら2つの相互作用の支点はさらに移動します。彼は彼らの間の直接のコミュニケーションから離れて、お金に興味を持っている彼らのそれぞれがお金を受け取り、彼の最高の代表者の痕跡を通してこれを文書化するビジネスコミュニティとの関係に自分自身を移します。これは、すべてのお金は社会への指示にすぎないという理論に真実の核心があるところです。それは、いわば、名宛人の名前が記入されていない交換手形、またはエンボス加工がアクセプターの代わりになる交換手形として表示されます。金属マネーでローンを見つけたいという教義に反対し、ローンは負債を確立するが、金属マネーの支払いはすべての義務を解消するという場合、見落とされているのは、個人の解決策は何であるかということです全体の絆ができます。すべての私的責任を金銭で解決するということは、今や全体が資格のある人に対してこの義務を負うことを意味します。自然な成果からの義務は、2つの方法でのみ排除することができます:直接の反作用による

パフォーマンスまたはそのような指示による。お金の所有者は後者を手に持っており、支払いをした人にそれを渡すことによって、彼は暫定的に匿名のプロデューサーに彼を導きます。プロデューサーは、関係する経済部門に所属しているため、これと引き換えに必要なサービスを引き受けますお金。お金の信用特性に関連して置かれているカバーされた紙幣とカバーされていない紙幣の違いは、まったく関係ありません。償還不可能な紙だけが実際にはお金であると考えられてきましたが(papier-monnaie)、償還可能な紙はお金の指示にすぎません(monnaie depapier)。一方、この違いは買い手と売り手の間の取引には意味がないと再び主張されています。これは、カバーされた紙が支払いの約束として機能するのではなく、たとえば小切手とは対照的に、最終的な支払いとして機能するためです。小切手は、買い手と売り手の間の約束にすぎません。この質問全体は、社会学的問題に帰着するものではありません。このため、金属のお金も約束であり、その履行を保証する円のサイズだけが小切手と異なることは間違いありません。ソーシャルサークルにおける買い手と売り手の間の共通の関係-このサークルで提示されるパフォーマンスへの主張と、この主張が尊重されるという他の信頼-は、マネートランザクションが行われる社会学的


[149/0173]コンステレーションです。現物取引とは対照的です。実際、通常はクレジットマネーの正反対として理解されているメタルマネーには、2つの独特に絡み合ったクレジット条件があります。そもそも、硬貨の砂利と穀物の検査は、日常の交通で非常に実行可能です。発行政府、または必要に応じて、額面との関係でコインの実際の価値を決定できる人々に対する国民の信頼がなければ、現金取引はあり得ません。マルタの硬貨の碑文:非aes sed fides-信仰の統合的な追加をうまく説明しています。それがないと、最も重要な硬貨でさえ、ほとんどの場合その機能を実行できません。多重度を評価し、


1つはそれを本物と見なします!しかし、第二に、今稼いだお金も同じ価値で再び使うことができるという信念がなければなりません。ここでも、不可欠で決定的なのは次のとおりです。非評価されたファイド-それが受け取った中間価値の価値の渡された量、つまりコインを損傷することなく払い戻すというビジネスコミュニティの信頼。二方向にクレジットを与えなければ、誰もコインを使うことができません。汚れた、おそらくほとんど認識できないコインにその特定の価値を与えるのは、この二重の信念です。人々がお互いを信じることなく社会がどのように崩壊するか-一方が他方について確かに知っていることだけに基づいている関係が実際に少ないため、しばらく続くものはどれほど少ないか、信念が知的証拠や外見よりも強くなく、しばしば強くなければ!-彼がいなければ、お金は崩壊するでしょう。しかし、この信念は特定の方法で微妙に異なります。その価値は、交換手段のために一定量の商品を受け取るという受取人の信念に基づいているため、すべてのお金が実際にはクレジットマネーであるという主張は、まだ完全には明らかにされていません。なぜなら、お金の経済だけでなく、一般的なすべての経済は、この種の信念に基づいているからです。農民が今年も以前も畑が実を結ぶと信じていなかった場合、彼は種をまきませんでした。[150/0174]ト


[147/0171] Andere. Der Schmuck ist ein soziales Bedürfnis und die Edelmetalle eignen sich eben durch ihren Glanz ganz besonders dazu, die Augen auf sich zu ziehen. Darum sind bestimmte Schmuckarten auch bestimmten sozialen Positionen vorbehalten; so war im mittelalterlichen Frankreich das Tragen von Goldschmuck allen unter einem gewissen Range Stehenden verboten. Dadurch, daſs der Schmuck seine ganze Bedeutung in den psychologischen Vorgängen hat, die er auſserhalb seines Trägers in anderen erregt, unterscheidet sich das Edelmetall durchaus von jenen ursprünglicheren, sozusagen zentripetalen Tauschmitteln. Der Tausch als das reinste soziologische Vorkommnis, d. h. als die vollständigste Wechselwirkung, findet den entsprechenden Träger in der Substanz des Schmuckes, der alle Bedeutung für seinen Besitzer nur mittelbar, nämlich als Beziehung zu anderen Menschen, aufweist. Wenn diese Verkörperung der Tauschaktion in einem besonderen Gebilde sich nun technisch so vollzieht, daſs jedes Objekt, statt unmittelbar gegen ein anderes, zunächst gegen jenes eingetauscht wird, so ist nun die Frage: welches ist, näher angesehen, das dem ent

sprechende Verhalten der hinter den Objekten stehenden Menschen? — denn das gemeinsame Verhalten zum Händler, so sehr es Ursache und Wirkung des Geldverkehrs ist, konnte hierfür doch nur als Gleichnis dienen. Nun scheint es mir klar: das Fundament und der soziologische Träger jenes Verhältnisses zwischen den Objekten und dem Gelde ist das Verhältnis der wirtschaftenden Individuen zu der Zentralmacht, die das Geld ausgiebt oder garantiert. Den Dienst, als absolute Zwischeninstanz über allen Einzelprodukten zu stehen, leistet das Geld erst, wenn die Prägung es über den bloſsen Charakter als Metallquantum — von naturaleren Geldarten nicht zu reden — hinausgehoben hat. Jene Abstraktion des Tauschprozesses aus den einzelnen realen Tauschen und ihre Verkörperung in einem objektiven Sondergebilde kann erst eintreten, wenn der Tausch etwas anderes geworden ist als ein privater Vorgang zwischen zwei Individuen, der völlig in den individuellen Aktionen und Gegenaktionen dieser beschlossen liegt. Dies andere und weitere wird er, indem der Tauschwert, den die eine Partei giebt, seine Bedeutung für die zweite nicht unmittelbar, sondern als bloſse Anweisung auf andere, definitive Werte enthält — eine Anweisung, deren Realisierung von der Gesamtheit des Wirtschaftskreises oder von der Regierung als der Vertretung desselben abhängt. Indem der Naturaltausch durch den Geldkauf ersetzt wird, tritt zwischen die beiden Parteien eine dritte Instanz: die soziale Gesamtheit, die für das Geld einen entsprechenden Realwert zur Ver10*


[148/0172] fügung stellt. Der Drehpunkt der Wechselwirkung jener beiden rückt damit weiter fort, er entfernt sich aus der unmittelbaren Verbindungslinie zwischen ihnen und verlegt sich in das Verhältnis, das jeder von ihnen als Geldinteressent zu dem Wirtschaftskreise hat, der das Geld acceptiert und dies durch die Prägung seitens seiner höchsten Vertretung dokumentiert. Hierauf beruht der Kern von Wahrheit in der Theorie, daſs alles Geld nur eine Anweisung auf die Gesellschaft ist; es erscheint gleichsam als ein Wechsel, in dem der Name des Bezogenen nicht ausgefüllt ist, oder auch: in dem die Prägung die Stelle des Acceptes vertritt. Wenn man gegen die Lehre, die auch im Metallgelde einen Kredit finden will, eingewendet hat, daſs der Kredit doch eine Verbindlichkeit begründe, die Metallgeldzahlung aber jede Verbindlichkeit löse, so ist übersehen, daſs, was für den Einzelnen Lösung ist, für die Gesamtheit Bindung sein kann. Die Solvierung jeder privaten Verbindlichkeit durch Geld bedeutet eben, daſs jetzt die Gesamtheit diese Verpflichtung gegen den Berechtigten übernimmt. Die Verbindlichkeit aus einer naturalen Leistung ist doch nur auf zweierlei Weise aus der Welt zu schaffen: entweder durch direkte Gegen

leistung oder durch Anweisung auf eine solche. Letztere hat der Geldbesitzer in der Hand, und indem er sie an denjenigen, der vorgeleistet hat, übergiebt, weist er ihn an einen vorläufig anonymen Produzenten, der auf Grund seiner Zugehörigkeit zu dem betreffenden Wirtschaftskreise jene erforderte Leistung gegen eben dieses Geld auf sich nimmt. Der Unterschied zwischen dem gedeckten und dem ungedeckten Papiergeld, den man in Beziehung zu dem Kreditcharakter des Geldes gesetzt hat, ist dabei ganz irrelevant. Man hat gemeint, nur uneinlösbares Papier sei wirklich Geld (papier-monnaie), wogegen einlösbares nur eine Anweisung auf Geld sei (monnaie de papier); dagegen ist nun wieder geltend gemacht, daſs dieser Unterschied keine Bedeutung für den Verkehr zwischen Käufer und Verkäufer habe, denn in diesem funktioniere auch das gedeckte Papier nicht als Zahlungsversprechen, sondern als definitive Zahlung, im Unterschiede etwa gegen den Check, der auch zwischen Käufer und Verkäufer nur ein Versprechen sei. Diese ganze Fragestellung dringt nicht zu dem soziologischen Sachverhalt hinunter; für diesen ist kein Zweifel, daſs auch das Metallgeld ein Versprechen ist und daſs es sich insofern von dem Check nur durch die Gröſse des Kreises unterscheidet, der dessen Einlösung verbürgt. Das gemeinsame Verhältnis von Käufer und Verkäufer zu einem sozialen Kreise — der Anspruch jenes an eine in diesem Kreise zu prästierende Leistung und das Vertrauen des anderen, daſs dieser Anspruch honoriert werden wird — ist die soziologische [149/0173] Konstellation, in der sich der Geldverkehr im Gegensatz zum Naturalverkehr vollzieht. Thatsächlich stecken in dem Metallgeld, das man als den absoluten Gegensatz des Kreditgeldes aufzufassen pflegt, zwei in eigentümlicher Weise verschlungene Kreditvoraussetzungen. Zunächst ist innerhalb des täglichen Verkehrs die Prüfung der Münze auf ihr Schrot und Korn nur ausnahmsweise thunlich. Ohne ein Vertrauen des Publikums zu der emittierenden Regierung oder, gegebenen Falls, zu denjenigen Personen, die den Realwert der Münze gegenüber ihrem Nominalwert festzustellen imstande sind, kann es auch zu einem Bargeldverkehr nicht kommen. Die Aufschrift der Malteser Münzen: non aes sed fides — bezeichnet ganz vortrefflich den integrierenden Zusatz des Glaubens, ohne den die noch so vollwichtige Münze ihre Funktion in den weitaus meisten Fällen nicht ausüben kann. Grade die Mannigfaltigkeit, oft Entgegengesetztheit der Gründe für die Acceptierung des Geldstücks zeigt, daſs nicht deren objektive Beweiskraft das Wesentliche ist: in einigen Gegenden von Afrika muſs der Maria-Theresia-Thaler weiſs und rein sein, in anderen grade fettig und schmutzig, damit


man ihn als echt annehme! Es muſs aber zweitens der Glaube vorhanden sein, daſs das Geld, das man jetzt einnimmt, auch zu dem gleichen Wert wieder auszugeben ist. Auch hier ist das Unentbehrliche und Entscheidende: non aes sed fides — das Vertrauen zu dem Wirtschaftskreise, daſs er uns das fortgegebene Wertquantum für den dafür erhaltenen Interimswert, die Münze, ohne Schaden wieder ersetzen werde. Ohne so nach zwei Seiten hin Kredit zu geben, kann niemand sich der Münze bedienen; dieser doppelte Glaube erst verleiht der schmutzigen, vielleicht kaum erkennbaren Münze das bestimmte Wertmaſs. Wie ohne den Glauben der Menschen aneinander überhaupt die Gesellschaft auseinanderfallen würde, — denn wie wenige Verhältnisse gründen sich wirklich nur auf das, was der eine beweisbar vom anderen weiſs, wie wenige würden irgend eine Zeitlang dauern, wenn der Glaube nicht ebenso stark und oft stärker wäre als verstandesmäſsige Beweise und sogar als der Augenschein! — so würde ohne ihn der Geldverkehr zusammenbrechen. Dieser Glaube ist indes in einer bestimmten Weise nüanciert. Die Behauptung, jedes Geld sei eigentlich Kreditgeld, da sein Wert auf dem Glauben des Empfängers beruhe, für das Tauschinstrument eine gewisse Menge Waren zu bekommen — ist noch nicht vollständig aufklärend. Denn auf derartigem Glauben beruht nicht nur die Geldwirtschaft, sondern jede Wirtschaft überhaupt. Wenn der Landwirt nicht glaubte, daſs das Feld in diesem Jahre so gut wie in früheren Früchte tragen wird, so würde er nicht säen; [150/0174]

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