2021年8月31日火曜日

MMT回【藤井聡Part2】小学生でもわかる!日本経済へ4つの提言/水道橋博士も思わずうなずく消費税増税のナゾ/コロナ禍が証明した財政政策の是非/日本で...

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2021/08/31

2021年8月30日月曜日

近世財政思想史 - 国立国会図書館デジタルコレクション

高木寿一[1949]「近世財政思想史」北隆館。

https://dl.ndl.go.jp/info:ndljp/pid/2386763

  • 第十五章 シュタイン。シェフレ。ワクナアによるドイツ財政学の発展/275p
  • 一 シュタインの財政学と再生産説/275p
  • 二 シュフレの社会経済的財政理論/286p
  • 三 近代財政学説に於けるワグナアの地位/292p
  • 第十六章 ワクナアの経費・租税・公債理論/299p
  • 一 国家経費論/299p
  • 二 租税概念と租税原則論/322p
  • 三 公債及び財源選択論/336p
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Lorenz von Stein – Wikipedia

Lorenz von Stein – Wikipedia

Lorenz von Stein

Leben

Bis 1832 war er Schüler des Christians-Pflegeheims in Eckernförde. Von 1835 bis 1839 studierte Lorenz von Stein an den Universitäten in Kiel und Jena Philosophie und Rechtswissenschaft. Während seines Studiums wurde er 1836 Mitglied der Burschenschaft Albertina Kiel und 1837 Mitglied der Vereinigten Burschenschaft auf dem Burgkeller Jena.[1] In den Jahren 1841/42 folgten Studien- und Forschungsaufenthalte in Berlin und Paris. Nach seiner Habilitation in Kiel wurde er ebendort erst Privatdozent und 1846 außerordentlicher Professor der Staatswissenschaften. 1848 hielt Stein sich als Beobachter für die Frankfurter Nationalversammlung noch einmal in Paris auf.

Bei den Wahlen zur konstituierenden schleswig-holsteinischen Landesversammlung 1848 scheiterte er im 4. holsteinischen Wahlbezirk (Kiel, Plön). In einer Nachwahl am 28. März 1850 wurde er dann im 23. Holsteinischen Wahlbezirk (Preetz) in die Landesversammlung gewählt.

Wegen seiner aktiven Beteiligung an der schleswig-holsteinischen Bewegung gegen Dänemark wurde er 1852 seines Kieler Professorenamtes entbunden.[2] Ab 1855 war er ordentlicher Professor für Politische Ökonomie an der Universität Wien, wo er 30 Jahre wirkte. Im Dezember 1874 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Russische Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg aufgenommen.[3]

Er verstarb 1890 auf seinem Landsitz in Weidlingau bei Wien. Stein wurde auf dem Evangelischen Friedhof Matzleinsdorf (Gruppe 17, Nr. 227) beigesetzt. In Wien-Penzing (14. Bezirk) ist die Lorenz-Stein-Straße nach ihm benannt und in Eckernförde der Lorenz-von-Stein-Ring.

Sein Sohn Alwin Stein (* 1848 in Kiel, † 1919 in Wien) war Maler.[4]

Werk und Wirkung

Als einer der ersten deutschen Interpreten des französischen Sozialismus und Kommunismus setzte Stein bedeutende Impulse für die politische Ideengeschichte in Deutschland. In seinen frühen theoretischen Arbeiten versuchte Stein eine Vermittlung zwischen der systemkritischen Perspektive von Sozialismus und Kommunismus mit dem bürgerlich-liberalen Fortschrittsgedanken.

In seinen späteren Theorie-Schriften hob Stein den starren Gegensatz zwischen der allgemeinen Staatsidee und den jeweils besonderen gesellschaftlichen Interessen auf. Er postulierte eine Aufgabenverschiebung öffentlichen Handelns vom Rechtsstaat zum Sozialstaat. Von ihm stammt der Begriff der „socialen Demokratie".[5]

Von Stein teilte im Jahre 1860 das gesamte Staatsvermögen in Staatsbesitz und Staatsdomänen ein. Während er unter Staatsbesitz alle ertraglosen Güter verstand, bezeichnete er als Staatsdomänen die „Gesammtheit der für Urproduction und Landwirthschaft bestimmten Staatsgüter" (also Land- und Forstwirtschaft, Bergbau und Fischerei).[6] „Gesälle" nannte er alle Einnahmen aus Staatsdomänen, also Lehen und Pacht.[7]

Ein Einfluss der stein'schen Ideen auf Karl Marx gilt als wahrscheinlich, ist aber nicht nachgewiesen. Eine besondere Rezeption im Japan der Meiji-Restauration ist belegt. Er beriet 1882 gemeinsam mit dem Rechtswissenschaftler Rudolf von Gneist (1816–1895) den späteren japanischen Ministerpräsidenten Itō Hirobumi (1841–1909) in Fragen der ersten japanischen Verfassung.

Lorenz von Stein-Gesellschaften

In Kiel wirkt die Lorenz von Stein-Gesellschaft zu Kiel e. V. mit vorwiegend rechtspolitischem Tätigkeitsfeld. Die Gesellschaft versteht sich zugleich als Förderverein des Lorenz-von-Stein-Instituts für Verwaltungswissenschaften, eines Instituts der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

In Mannheim fungiert eine Lorenz-von-Stein-Gesellschaft als eingeschriebener Verein zur Förderung des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES) an der Universität.

Werke

  • Der Sozialismus und Kommunismus des heutigen Frankreich, Leipzig 1842, 2. Aufl. 1847.
  • Die sozialistischen und kommunistischen Bewegungen seit der dritten französischen Revolution, Stuttgart 1848.
  • Geschichte der sozialen Bewegung in Frankreich von 1789 bis auf unsre Tage, 3 Bde. Leipzig 1850.
  • Geschichte des französischen Strafrechts, Basel 1847.
  • Französische Staats- und Rechtsgeschichte, 3 Bde. Basel 1846–48.
  • System der Staatswissenschaft, Bd. 1: Statistik etc., Basel 1852; Bd. 2: Gesellschaftslehre, Basel 1857.
  • Die neue Gestaltung der Geld- und Kreditverhältnisse in Österreich, Wien 1855.
  • Lehrbuch der Volkswirtschaft, Wien 1858; 3. Aufl. als „Lehrbuch der Nationalökonomie", 3. Aufl. 1887.
  • Lehrbuch der Finanzwissenschaft, 4 Bde. Leipzig 1860; 5. Aufl. 1885–86.
  • Die Lehre vom Heerwesen, Stuttgart 1872.
  • Verwaltungslehre, 8 Bde. Stuttgart 1865–84 (Gilt als bedeutendstes Werk, eine umfassende, nicht zum Abschluss gelangte Behandlung desjenigen Gegenstandes, den man sonst als Polizeiwissenschaft zu behandeln pflegt.)
(Bd. 1. 1865 Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, Bd. 2 (2,1) 1866 Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, Bd. 3 (2,2) 1867 Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, Bd. 4. 1867 Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, Bd. 5. 1868 Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, Bd. 6. 1868 Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, Bd. 7. 1868 Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv; Bd. 8 erst 1884, im Anschluss an die 2. Aufl. erschienen)

Weitere Werke:

  • Zur Eisenbahnrechtsbildung, Wien 1872.
  • Die Frau auf dem Gebiet der Nationalökonomie, Stuttgart 1875, 6. Aufl. 1886.
  • Gegenwart und Zukunft der Rechts- und Staatswissenschaft Deutschlands, Stuttgart 1876.
  • Der Wucher und sein Recht, Wien 1880.
  • Die drei Fragen des Grundbesitzes und seiner Zukunft, Stuttgart 1881.
  • Das gesellschaftliche Labyrinth. Texte zur Gesellschafts- und Staatstheorie. Eingel. und hrsg. von Klaus H. Fischer, Schutterwald/Baden 1992.
  • Alpenrosen. Gedichte. Eingel. und hrsg. von Klaus H. Fischer, Schutterwald/Baden 1994.

Literatur

  • Constantin von Wurzbach: Stein, Lorenz Ritter von. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 38. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1879, S. 35–40 (Digitalisat).
  • Karl Theodor von Inama-Sternegg: Stein, Lorenz von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 35, Duncker & Humblot, Leipzig 1893, S. 661–666.
  • Stefan Koslowski: Stein, Lorenz Ritter von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 25, Duncker & Humblot, Berlin 2013, ISBN 978-3-428-11206-7, S. 154 (Digitalisat).
  • Ernst Grünfeld: Lorenz von Stein und die Gesellschaftslehre. G. Fischer, Jena 1910.
  • Ansgar Fürst: Die soziologische Dimension in der Gesellschaftslehre Lorenz von Steins: Lorenz von Steins Beitrag zur Soziologie, dargestellt an einer Interpretation der Begriffe „Gesellschaft" und „Gesellschaftswissenschaft". Dissertation, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg 1957.
  • Andrea Boockmann: Lorenz von Stein (1815-1890). Nachlass, Bibliothek, Bibliographie, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, Kiel 1980.
  • Klaus H. Fischer: Die Wissenschaft der Gesellschaft. Gesellschaftsanalyse und Geschichtsphilosophie des Lorenz von Stein unter besonderer Berücksichtigung seines gesellschaftlichen Entwurfs. Haag & Herrchen, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-89228-476-8 (zugl. Dissertation, Universität Freiburg/B. 1989).
  • Stefan Koslowski: Die Geburt des Sozialstaats aus dem Geist des Deutschen Idealismus. Person und Gemeinschaft bei Lorenz von Stein. VCH, Acta Humaniora, Weinheim 1989, ISBN 3-527-17666-7.
  • Albert von Mutius (Hrsg.): Lorenz von Stein. 1890–1990. Akademischer Festakt zum 100. Todestag. Verlag von Decker, Heidelberg 1992, ISBN 3-7685-2091-9.
  • Katharina Ibrahim: Gesellschafts- und Geschichtstheorie Lorenz von Steins. Herausbildung, Formierung und Wandel seiner Ansichten zwischen 1839 und 1856. Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften, Kiel 1993 (zugl. Dissertation, Universität Halle).
  • Michael Löbig: Persönlichkeit, Gesellschaft und Staat. Idealistische Voraussetzungen der Theorie Lorenz von Steins. Königshausen & Neumann, Würzburg 2004, ISBN 3-8260-2738-8.
  • Martin Rackwitz: Märzrevolution in Kiel, 2011, ISBN 978-3-8042-1342-5, Kurzbiographie auf S. 215.
  • Utz Schliesky, Jan Schlürmann: Lorenz von Stein. Leben und Werk zwischen Borby und Wien (= Wissen im Norden). Wachholtz Verlag, Kiel 2015, ISBN 978-3-529-07605-3.
  • Christoph Brüning, Utz Schliesky (Hrsg.): Lorenz von Stein und die rechtliche Regelung der Wirklichkeit. Mohr Siebeck, Tübingen 2015, ISBN 978-3-16-154366-1.

Aufsätze

  • Dirk Blasius: Lorenz von Stein. In: Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Historiker. Bd. 1. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1971, S. 25–38.
  • Eckart Pankoke: Stein, Lorenz von, In: Wilhelm Bernsdorf/Horst Knospe (Hgg.): Internationales Soziologenlexikon. Bd. 1. Enke, Stuttgart ²1980, S. 412 f.
  • Norbert Waszek: Lorenz von Stein. In: Iring Fetscher, Herfried Münkler (Hrsg.): Pipers Handbuch der politischen Ideen. Bd. 4. Piper, München 1986, ISBN 3-492-02954-X, S. 310–316, 321.
  • Ernst-Wolfgang Böckenförde: Lorenz von Stein als Theoretiker der Bewegung von Staat und Gesellschaft zum Sozialstaat. In: Ders.: Recht, Staat, Freiheit.Studien zur Rechtsphilosophie, Staatstheorie und Verfassungsgeschichte. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1991, ISBN 3-518-28514-9, S. 170–208.
  • Norbert Waszek: Lorenz von Stein Revisited. In: Politische Vierteljahresschrift. Bd. 37/2, 1996, S. 378–384.
  • Norbert Waszek: Aux sources de l'État social à l'allemande. Lorenz von Stein et Hegel. In: Ders.: Hegel. Droit, histoire, société. (Revue Germanique Internationale; 15). PUF, Paris 2001, ISBN 2-13-051487-1, S. 211–238.
  • Norbert Waszek: L'Etat de Droit Social chez Lorenz von Stein. In: Olivier Jouanjan (Hrsg.): Figures de l'Etat de droit. Le Rechtsstaat dans l'histoire intellectuelle et constitutionnelle de l'Allemagne. Presses universitaires, Strasbourg 2001, ISBN 2-86820-180-6, S. 193–217.
  • Norbert Waszek: Lorenz von Stein. Propagateur du droit français en Allemagne; „ambassadeur" officieux de la recherche juridique allemande en France. In: Jean-François Kervégan, Heinz Mohnhaupt (Hrsg.): Wechselseitige Beeinflussungen und Rezeptionen von Recht und Philosophie in Deutschland und Frankreich. (Ius commune/Sonderband; 144). Vittorio Klostermann, Frankfurt/M. 2001, ISBN 3-465-03169-5, S. 379–403.
  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 5: R–S. Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 495–497.
  • Stefan Koslowski: Zur Philosophie von Wirtschaft und Recht. Lorenz von Stein im Spannungsfeld zwischen Idealismus, Historismus und Positivismus, Duncker & Humblot, Berlin 2005 (Philosophische Schriften, Band 6), ISBN 3-428-11657-7.
  • Dirk Blasius: Lorenz von Stein. Deutsche Gelehrtenpolitik in der Habsburger Monarchie, Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften, Kiel 2007 (Schriftenreihe des Lorenz-von-Stein-Instituts für Verwaltungswissenschaften, Band 24), ISBN 978-3-936773-35-4.
  • Joachim Krause: Lorenz von Stein als politikwissenschaftlicher Theoretiker und politischer Philosoph. In: Wilhelm Knelangen, Tine Stein (Hrsg.): Kontinuität und Kontroverse. Die Geschichte der Politikwissenschaft an der Universität Kiel. Klartext Verlag, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0763-8, S. 181–208.
  • Stefan Koslowski (Hrsg.): Lorenz von Stein und der Sozialstaat, Nomos, Baden-Baden 2014 (Staatsverständnisse, Band 63), ISBN 978-3-8487-1063-8.
  • Dirk Blasius: Zur Bedeutung Lorenz von Steins für Ernst Rudolf Huber und Carl Schmitt. In: Ewald Grothe (Hrsg.): Ernst Rudolf Huber. Staat – Verfassung – Geschichte, Nomos-Verlag, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-2618-9, S. 261–278.
  • Christoph Brüning u. a. (Hrsg.): Lorenz von Stein und die rechtliche Regelung der Wirklichkeit, Mohr Siebeck, Tübingen 2015, ISBN 978-3-16-154344-9.
  • Utz Schliesky/Jan Schlürmann: Lorenz von Stein. Leben und Werk zwischen Borby und Wien, Wachholtz, Kiel/Hamburg 2015, ISBN 978-3-529-07605-3.
  • Norbert Waszek: "Die soziale Frage bei Lorenz von Stein". - In: Vormärz und soziale Frage 1830-1840: Vergleichende Perspektiven, hrsg. von Wolfgang Fink, Thomas Nicklas et alii. Reims, EPURE, 2018, ISBN 978-2-37496-071-5, S. 245–279.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 5: R–S. Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 495.
  2. Bis 1864 war Kiel zusammen mit den Herzogtümern Schleswig, Holstein und Lauenburg Teil des dänischen Gesamtstaates.
  3. Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724. Lorenz Stein. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 9. November 2015 (englisch). 
  4. W. Aichelburg: Stein, Alwin von. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 13, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2010, ISBN 978-3-7001-6963-5, S. 145 f. (Direktlinks auf S. 145, S. 146).
  5. Petra Dobner: Neue Soziale Frage und Sozialpolitik. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, S. 99.
  6. Lorenz von Stein, Lehrbuch der Finanzwissenschaft: Als Grundlage für Vorlesungen und zum Selbststudium, 1860, S. 113
  7. Lorenz von Stein, Lehrbuch der Finanzwissenschaft: Als Grundlage für Vorlesungen und zum Selbststudium. 1860, S. 133.
Personendaten
NAME Stein, Lorenz von
ALTERNATIVNAMEN Lorentz, Wasmer Jakob (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Staatsrechtslehrer und Nationalökonom
GEBURTSDATUM 15. November 1815
GEBURTSORT Borby bei Eckernförde
STERBEDATUM 23. September 1890
STERBEORT Hadersdorf-Weidlingau


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Lorenz von Stein - Wikipedia

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Lorenz von Stein

Lorenz von Stein (18 November 1815 – 23 September 1890) was a German economist, sociologist, and public administration scholar from Eckernförde. As an advisor to Meiji period Japan, his liberal[2][3][4][5][6][7] political views influenced the wording of the Constitution of the Empire of Japan[8] as well as major constitutional thinkers such as Rudolf von Gneist.[9]

Lorenz von Stein

Lorenz von Stein.jpg

Lorenz von Stein

Born18 November 1815
Died23 September 1890 (aged 74)
NationalityGerman
InstitutionUniversity of Vienna
FieldPolitical economics
Alma materUniversity of Kiel
Other notable studentsCarl Menger
InfluencesMarquis de Condorcet, Benjamin Constant, Robert von Mohl, Charles Fourier, G. W. F. Hegel, Henri de Saint-Simon, Jean de Sismondi
ContributionsWelfare state[1]

According to Colin Gordon, Stein articulated a "vision of a liberal state as active historic partner in the making of civil society" and called for "a tabling of the question of class formation as part of the state's agenda."[10] Stein advocated a combination of constitutional liberal state with a welfare state,[9] and has been called the "intellectual father of the welfare state.[1] Stein and other Hegelian liberals, such as Robert von Mohl, also had a profound influence on American progressivism.[11]

Biography

Stein was born in the seaside town of Borby in Eckernförde in Schleswig-Holstein as Wasmer Jacob Lorentz. He studied philosophy and jurisprudence at the universities of Kiel and Jena from 1835–1839, and at the University of Paris from 1841–1842. Between 1846 and 1851 Stein was an associate professor at the University of Kiel. He participated in the 1848 Revolutions and ran for election as a member of the Frankfurt Parliament.[11] His advocacy of independence for his native Schleswig, then part of Denmark, led to his dismissal in 1852.

In 1848, Stein published a book entitled Socialist and Communist Movements since the Third French Revolution (1848) in which he introduced the term "social movement" into scholarly discussions—depicting actually in this way political movements fighting for the social rights understood as the welfare rights.

This theme was repeated in 1850, when Stein published a book titled History of the French Social Movements from 1789 to the Present (1850). For Stein, the social movement was basically understood as a movement from society to the state, created by the inequalities in the economy, making the proletariat part of politics through representation. The book was translated into the English by Kaethe Mengelberg and published by Bedminster Press in 1964 (Cahman, 1966)

From 1855, until his retirement in 1885, von Stein was a professor of Political economy at the University of Vienna. His work from that period is considered as the basis of the international science of public administration. He also influenced the practice of public finance.

In 1882, Japanese Prime Minister of Japan Itō Hirobumi headed a delegation to Europe to study western governmental systems. The delegation went first to Berlin, where they were instructed by Rudolf von Gneist, and then Vienna, where Stein was lecturing at the University of Vienna. As with Gneist, Stein's message to the Japanese delegation was that universal suffrage and party politics should be avoided. Stein held that the state was above society, and that the purpose of the state was to bring about social reform, which was implemented from the monarchy down to the common people.

However, Stein is best known for the fact that he applied Hegel's dialectic to the area of public administration and the national economy, in order to improve the systematics of these sciences, although he did not neglect the historical aspects.[11]

Stein analyzed the class state of his time and compared it with the welfare state. He outlined an economic interpretation of history that included concepts of the proletariat and of class struggle, but he shared the fear of violent revolution common among middle-class liberals and advocated reformist solutions instead.[5] He gave emphasis to the "Social Question" that the industrial worker in a capitalist country has no chance to acquire property and capital by work, which was to be addressed by a program of welfare state and social administration arranged according to the liberal principle of free and equal individual chances.[6][7]

Despite a similarity of his ideas with those of Marxism, the extent of Stein's influence on Karl Marx is uncertain. However, Marx shows by scattered remarks on von Stein that he was aware of his highly influential book from 1842 on communist thought in France. For instance in The German Ideology (1845–46), Stein is mentioned, but only as the writer of his 1842 book.

Stein died at his home in Hadersdorf-Weidlingau in the Penzing District of Vienna and was buried at the Matzleinsdorf Protestant Cemetery.

Books

  • Der Sozialismus und Kommunismus des heutigen Frankreich, Leipzig 1842, second edition, 1847.
  • Die sozialistischen und kommunistischen Bewegungen seit der dritten französischen Revolution, Stuttgart, 1848.
  • Geschichte der sozialen Bewegung in Frankreich von 1789 bis auf unsere Tage, Leipzig, 1850, 3 volumes.
  • Geschichte des französischen Strafrechts, Basel, 1847.
  • Französische Staats- und Rechtsgeschichte, Basel, 1846- 1848, 3 volumes.
  • System der Staatswissenschaft, Volume 1: Statistik, Basel, 1852; Volume 2: Gesellschaftslehre, Basel, 1857.
  • Die neue Gestaltung der Geld- und Kreditverhältnisse in Österreichklñjo , Vienna, 1855.
  • Lehrbuch der Volkswirtschaft, Vienna, 1858; third edition as Lehrbuch der Nationalökonomie, third edition,1887.
  • Lehrbuch der Finanzwissenschaft, Leipzig, 1860; fifth edition, 1885 - 1886, 4 volumes.
  • Die Lehre vom Heerwesen, Stuttgart, 1872.
  • Verwaltungslehre, Stuttgart, 1865- 1884, 8 volumes.
  • Handbuch der Verwaltungslehre, Stuttgart, 1870; third edition, 1889, 3 volumes.

References

  1. ^ a b Stolleis, Michael (2012). Origins of the German Welfare State: Social Policy in Germany to 1945. Springer Science & Business Media. pp. 2–3.
  2. Koslowski, Stefan (2017). "Lorenz von Stein as a disciple of Saint-Simon and the French Utopians". Revista europea de historia de las ideas políticas y de las instituciones públicas. 11.
  3. Rosenblatt, Helena (2018). The Lost History of Liberalism: From Ancient Rome to the Twenty-First Century. Princeton University Press. pp. 100–102.
  4. Drozdowicz, Zbigniew (2013). Essays on European Liberalism. LIT Verlag Münster. pp. 100–110.
  5. ^ a b Lerg, Charlotte A.; Tóth, Heléna (2017). Transatlantic Revolutionary Cultures, 1789-1861. BRILL. pp. 246–250.
  6. ^ a b Koslowski, Peter (2012). The Theory of Ethical Economy in the Historical School: Wilhelm Roscher, Lorenz von Stein, Gustav Schmoller, Wilhelm Dilthey and Contemporary Theory. Springer Science & Business Media. p. 43.
  7. ^ a b Cioli, Monica (2003). Pragmatismus und Ideologie. Duncker & Humblot. pp. 23–26.
  8. Spaulding, Robert M. (1967). "Itō and Stein, 1882". Imperial Japan's Higher Civil Service Examinations. Princeton University Press. pp. 43–50. ISBN 9781400876235.
  9. ^ a b MacMillan, Catharine; Smith, Charlotte (2018). Challenges to Authority and the Recognition of Rights: From Magna Carta to Modernity. Cambridge University Press. p. 214.
  10. Gordon, Colin (1991). The Foucault Effect: Studies in Governmentality. University of Chicago Press. pp. 30-31.
  11. ^ a b c Emerson, Blake (2015). "The Democratic Reconstruction of the Hegelian State in American Progressive Political Thought" (PDF). The Review of Politics. 77 (4): 545–574. doi:10.1017/S0034670515000571. S2CID 29295818. Archived from the original (PDF) on 2019-03-04.

Further reading

Wikisource has the text of a 1905 New International Encyclopedia article about "Lorenz von Stein".
  • Werner J. Cahnman (1966). Book Review: Lorenz von Stein: The History of the Social Movement in France, 1789-1850; Translated by Kaethe Mengelberg. The American Journal of Sociology, Vol. 71, No. 6. (May, 1966), pp. 746–747.
  • Joachim Singelmann and Peter Singelmann (1986). "Lorenz von Stein and the paradigmatic bifurcation of social theory in the nineteenth century". The British Journal of Sociology, vol. 34, no. 3.
  • Sandro Chignola, «Der arbeitende Staat». Storia giuridica, scienza dello Stato e teoria dell'amministrazione in Lorenz von Stein, «Quaderni Fiorentini per la storia della cultura giuridica», XLVI, 2017, 589-623.


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